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Historische Gassen und Plätze
LAUBENGASSE
... zählt zu den meistbesuchten Straßen der Stadt. seit jeher sind die Lauben das Herzstück des Bozner Handels; zu Recht sagt man, dass die Laubengasse mit den vielen eleganten, traditionsreichen und modern ausgestatteten Geschäften sowie den besonders einladenden Schaufenstern zu den attraktivsten Einkaufszentren Bozens zählt. Es lohnt sich, ihre Fassaden - eine davon trägt barocke Blumenstuckmuster - und die charakteristischen Erker zu betrachten. Etwas Zeit sollte man sich auch für die Besichtigung der beiden antiken Apotheken "Madonna" und "Schwarzer Adler" sowie für das Geschäft der Südtiroler Werkstätten nehmen.

line_485pix_transparent.gifDR. - JOSEPH - STREITER - GASSE
Joseph Streiter lebte im 19. Jahrhundert und war Reschtsgelehrter, Dichter und Bürgermeister der Stadt Bozen. Die Streitergasse verläuft parallel zur Laubengasse und entspricht dem nördlichen Graben der alten Bischofsstadt. Sehenswert sind die alten marmornen Fischbänke auf dem ehemaligen Fischmarkt, die beiden Spitzbögen, der zur Hälfte vermauerte große Bogen beim Durchgang des "Zallingerturms" und die Nordseite des alten Rathauses (Haus Nr. 25).

line_485pix_transparent.gifBINDERGASSE
Wegen der originellen schmiedeeisernen Schilder der zahlreichen Wirtshäuser ist die Bindergasse eine der typischen Straßen der Bozner Altstadt. Am nördlichen Ende befindet sich das 1512 im spätgotischen Stil erbaute "landesfürstliche Amtshaus" - der ehemalige Sitz der Verwaltungsämter von Kaiser Maximilian I. Heute hat dort das Naturmuseum Südtirol seinen Sitz gefunden.

line_485pix_transparent.gifSILBERGASSE
Die Silbergasse verläuft parallel zur Laubengasse und entspricht dem südlichen Graben längs der Stadtmauern der alten Bischofsstadt. Mit ihren charakteristischen Häusern und den sich überschneidenden Dächern und Treppen wirkt sie besonders malerisch. Auf der rechten Seite befindet sich das Merkantilgebäude (1708 - 1727) mit den monumentalen Außentreppen, welches an die glanzvolle Zeit des alten Merkantilmagistrates erinnert. Heute ist das Merkantilgebäude ein Museum. Nicht weit vom Merkantilpalast entfernt, befindet sich auf derselben Straßenseite das Troilohaus (ca. 1603) mit einem kleinen polygonalen Erker, der von einem Turm gekrönt wird. Der Innendurchgang verbindet die Silbergasse mit der Laubengasse (Steinportal mit einigen Wappen). Wenn Sie diesen Durchgang durchqueren, können Sie den typischen Aufbau eines Laubengebäudes sehen.

line_485pix_transparent.gifMUSTERGASSE
Die Mustergasse ist wohl die "reichste" Straße der Altstadt, denn hier haben die wohlhabenden Vertreter des städtischen Bürgertums im Laufe der Renaissance großartige Paläste errichten lasse: so das  Palais Campofranco an der Ecke zum Waltherplatz, das gegenüberliegende Palais Menz - heute Sitz der Banca Intesa BCI und das Palais Pock - früher Sitz des berühmten Hotels "Zur Kaiserkron" an der Südseite des Musterplatzes. In jenem Gebäude mit dem Laubendurchgang, wo sich heute das Restaurant Fink befindet, war früher der Sitz des Stadtrichters mit Folterkammer, Kerker und Räumen für die Wächter.

line_485pix_transparent.gifWAAGGASSE
Die Waaggasse ist ein schmaler Durchgang und verbindet die Laubengasse mit dem Kornplatz, wo früher Korn- und Getreidemarkt abgehalten wurde. Es handelt sich dabei um den ältesten Teil der bischöflichen Stadt; hier standen einst die von Mainhard II. von Tirol im Jahre 1277 zerstörte Burg der Fürstbischöfe von Trient und die im Jahre 1785 teilweise abgerissene Kirche des Hl. Andreas. Das Waaghaus (1634), welches bis 1780 Sitz der öffentlichen Waage war, steht am nördlichen Teil des Platzes

line_485pix_transparent.gifWEGGENSTEINER STRAßE
Hier findet man die "Deutschkommende St. Georg" - die Georgskirche. Sie ist ein Bau der reifen Gotik, um 1400 errichtet. Im Inneren sehen Sie den Altar und die Kanzel aus Marmor von A. Filippini (Ende 1700). Das St. Georgs-Hochaltarbild stammt von Martin Knoller (1799). Bemerkenswert sind die Schilder und Fähnchen der Mitglieder des Deutschordens (16. - 19. Jh.) an der linken Wand.

line_485pix_transparent.gifWALTHERPLATZ
die "Gute Stube" Bozens. Im Jahre 1808 veranlasste König Maximilian Joseph I. von Bayern den Bau dieses Platzes, der Anfangs auch seinen Namen trug. Danach wurde er nach dem Erzherzog Johann von Österreich "Johannesplatz" genannt, bis er im Jahre 1901 Walther von der Vogelweide, einem der größten deutschen Dichter des Mittelalters (1170 - 1230) gewidmet wurde. Nachdem Südtirol zu Italien gekommen war, wurde der Name des Platzes erneut geändert und zwar nach dem italiensichen König Viktor Emanuel III. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er wieder die alte Bezeichnung "Walther-von-der-Vogelweide"- Platz. In der Mitte des Platzes steht ein Denkmal aus weißem Laaser Marmor, welches dem Minnesänger Walther von der Vogelweide gewidmet ist. Es wurde vom Vinschger Bildhauer Heinrich Natter 1889 errichtet. im Jahr 1935 verfügten die faschistischen Gemeindebehörden jedoch die Versetzung des Denkmals in den etwas abgelegenen Roseggerpark (Marconistraße). Erst 1985 brachte man es an seinen ursprünglichen Standort zurück
 

line_485pix_transparent.gifOBSTMARKT
Auf diesem farbenprächtigen und lebhaften Platz werden täglich außer am Samstag Nachmittag sowie an Sonn- und Feiertagen frisches Obst und Gemüse angeboten. An der Ecke zur Laubengasse befindet sich der Neptunbrunnen, entworfen von G. Mayr aus Völs und gegossen von Joachim Reiss. Die Bronzestatue wird auch "Gabelwirt" genannt. An der Ecke zur Museumstraße erinnert eine Marmorinschrift an den einstigen "Sonnenwirt", in dem u.a. Goethe, Herder und Kaiser Joseph II. übernachtet haben.

line_485pix_transparent.gifRATHAUSPLATZ
Der Rathausplatz ist von alten Gebäuden mit schön dekorierten Fassaden im Rokokostil (z.B. das Ammonhaus) umgeben. Hier steht auch das neobarocke Rathaus (1907) 

line_485pix_transparent.gifSIEGESPLATZ
Umgeben von großen, im rationalistischen Stil gebauten Gebäuden, wird auf dem Siegesplatz der viel besuchte wöchentliche Samstagmarkt abgehalten