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Waltherstatue auf dem Bozner Waltherplatz von Blumen umgeben

Klappe auf: Filmfestival Bozen

Großes Autorenkino in Bozen vom 9. bis zum 14. April: zeitgenössische Filme und ihre Akteure im Filmclub. Fünf April-Tage (und Nächte) lang dreht sich in Bozen die europäische Kinoscheibe: ein wichtiger Termin für Filmschaffende, Kinoliebhaber und Kreative. Im Mittelpunkt der 33. Ausgabe des Bolzano Filmfestival Bozen steht nach Litauen (2018) das Film-Gastland Ungarn mit dem Hungarian National Film Fund als Partner. Außerdem der „Cinema ritrovato“, eine nostalgische Wiederauflage von alten analogen und experimentellen Filmformaten: 15- oder 35-mm-Filmstreifen. Die Cineteca di Bologna stellt dafür einige Filmperlen des italienischen Neorealismo vor, beispielsweise Vittorio De Sicas „Umberto D“ und Roberto Rossellinis „L’amore“. Diese Institution präsentiert sich vor Ort und geht auf die Rolle von Restaurierungen und Archivierungen im Filmbereich ein.


Welches Bild zeichnen ungarische FilmemacherInnen von ihrem Land? Jeweils drei Spielfilme und drei Animationskurzfilme werden gezeigt. Die Spielfilme sind „Körper und Seele“ der ungarischen Regisseurin Ildikó Enyedi (sie gewann damit den Goldenen Bär der Berlinale), „The Citizen“ vom ungarischen Regisseur Roland Vranik und „1945“ von Ferenc Török.

Das Filmfestival Bozen ist auch eine lebendige Plattform der lokalen Filmbranche. So eröffnet heuer der Spielfilm „In my Room“ (Koproduktion Pandora/Echo Films) die 33. Ausgabe, ein Made-in-Südtirol Film, der einen Verweigerer in der Hauptrolle zeigt und in Cannes 2018 ausgezeichnet worden ist.
Das Herzstück des Filmfestivals sind und bleiben die Wettbewerbsfilme, unterteilt in Spielfilm und Dokumentarfilm und bewertet von drei internationalen Jurys: Preis für den besten Spielfilm, Preis für den besten Dokumentarfilm, Publikumspreis für den besten Spiel- oder Dokumentarfilm, Preis der Euregio Schülerjury für den besten Spiel- oder Dokumentarfilm und Ehrenpreis für eine herausragende Filmkarriere. Diese Wettbewerbsfilme geben Einblick in das Filmschaffen der umliegenden Länder Österreich, Deutschland, Schweiz und Italien. Sie zeigen Tendenzen auf, reißen brisante Themen an und wollen vor allem unkonventionellen Herangehensweisen junger FilmemacherInnen eine Plattform bieten. Zur Auswahl stehen rund 50 zumeist deutsch- und italienischsprachige Qualitätsfilme. Die Palette reicht von anspruchsvoll bis publikumswirksam.


Akkreditierungen und Detailinfos: www.filmfestival.bz.it