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Magische Burgen

erwandern ... Eine 20 km Strecke vor einmaliger Kulisse verbindet Bozen, Jenesien und Terlan zum Bozner Burgenweg.

Aktiv sein in der Natur und gleichzeitig Kultur erleben: Der Bozner Burgenweg Castelronda erlaubt vor allem im Frühling und Herbst kurze und längere Spaziergänge zu den Schlössern im Bozner Talkessel. An den Hängen rund um die Landeshauptstadt reihen sich zahlreiche Burgruinen, Schlösser und Ansitze, Zeitzeugen des Mittelalters. Einstiegspunkte befinden sich in Bozen, Siebeneich, Terlan und Jenesien. Der gesamte Weg ist ausgeschildert und wurde mit Infotafeln und -säulen zur Geschichte der jeweiligen Burgen ergänzt. Auch Tipps zum Erkunden finden sich darauf.

Während sich Teilstrecken des Wegs gut für Familien mit Kindern eignen, setzen andere Trittsicherheit und eine gewisse Kondition voraus. Der Bozner Burgenweg ist ganzjährig begehbar, empfohlen wird er aber vor allem für eine Wanderung im Frühling oder Herbst. Für die gesamte Strecke brauchen geübte Wanderer*innen ca. sechseinhalb Stunden. Zu bezwingende Höhenmeter: ca. 1.100.
Welche fünf Burgen werden über die Wanderung miteinander verbunden? Es sind Schloss Runkelstein , die Bilderburg von Bozen am Eingang des Sarntals – sie erreicht man am besten zu Fuß mit Einstieg in den Burgenweg bei der Talstation der Seilbahn Jenesien. Der Weg führt weiter nach einem Aufstieg zur Burgruine Rafenstein , über die Hügelkuppe bis hoch über Siebeneich vorbei an der Burg Greifenstein, das sagenhafte „Sauschloss“ - im Mittelalter belagert und der Sage nach Schauplatz einer bizarren Vorstellung: Die Schlossherren warfen eine Sau von der Burg ins Lager der Feinde. Diese zogen enttäuscht von dannen, weil sie das als Zeichen einer unmöglichen Kapitulation interpretierten. Von diesem Aussichtsplatz geht es zur kleinen Burganlage Helfenberg mit eindrucksvollem Blick auf das Etschtal, und letztlich zur Burg Neuhaus, auch Schloss Maultasch genannt, nach der letzten Tiroler Landesfürstin Margarethe von Görz Tirol, im Volksmund despektierlich „die Maultasch“.

Empfohlen werden drei Wandertipps: einer von Schloss Runkelstein nach Glaning/Jenesien und wieder zurück über die Guntschnapromenade oder die Fagenschlucht, ein Rundweg von Glaning/Jenesien zur Burg Greifenstein und über Moar in Rumsein und Plattner zurück, und ein letzter Wandertipp von Terlan zu den Burgen Neuhaus und Helfenberg und zurück. Alle Details inklusive Wanderkarte finden Sie hier.

Und wer sich für Burgen und Mittelalter besonders interessiert, sollte sich zu Pfingsten die Veranstaltung Castelronda in den Burgen und Schlössern rund um Bozen und Eppan nicht entgehen lassen!

 

Lobgesang des Frühlings

Der Kulturfrühling hat in Bozen einiges zu bieten. Eine kleine Auswahl um Oper und Autorenkino.

In Zeiten von Klimawandel und klimatischen Extrembelastungen ist die Suche nach dem Ursprung und der Wahrung der Schöpfung von besonderer Bedeutung. Eine Widmung an die Kraft der Natur und jener der indigenen Völker, vor allem der Aborigenes – das ist die Neuinterpretation der Oper “Carmina Burana“ von Karl Orff vonseiten des Australian Dance Theaters und des US-Unternehmens Operama – Opera for the People. Sie kommt am Samstag, 6. Juni auf ihrer Europa-Tour in der Bozner Eiswelle auf die Bühne. Beginn um 19 Uhr.
Erstmals interagieren virtuelle und reale Szenen miteinander und überraschen das Publikum mit Spezialeffekten, 3D-Welten und audio-visuellen Technologie-Errungenschaften. Maestro Giuseppe Raffa dirigiert das Tschechische Sinfonieorchester samt Chor. Als Solisten zu sehen und zu hören sind Olga Muhkanina (Sopran), Xiang Xu (Kontratenor) und Vladimir Merkulov (Bariton). Tickets von 3 bis 80 Euro.

Großes Autorenkino ist in Bozen nach Ostern zu erwarten, vom 21. bis 26. April findet das 34. Bolzano Film Festival Bozen statt, mit zeitgenössischen Filmen und ihren Akteur*innen.
Was 1987 im winzigen Rahmen im Bozner Filmclub begann, hat sich mittlerweile, nach 33 Ausgaben, zu einer europäischen Plattform für Filmschaffende und Filmbegeisterte entwickelt. Herzstück sind die Wettbewerbsfilme, unterteilt in Spielfilm und Dokumentarfilm. Sie geben Einblick in das aktuelle Filmschaffen der umliegenden Länder Österreich, Deutschland, Schweiz und Italien, zeigen neue Tendenzen auf, legen Brüche in unserer Gesellschaft frei und folgen dem unkonventionellen Blick der Jungen im Filmgeschäft.
Die ersten Wettbewerbsfilme stehen fest: MATERNAL ist der erste Spielfilm der Bozner Dokumentarfilmerin Maura Delpero um frühe ungewollte Mutterschaften. ES GILT DAS GESPROCHENE WORT nennt sich der zweite Spielfilm des deutschen Regisseurs Ilker Çatak um Kulturenmix und Beziehungen. SOLE, ein Film von Carlo Sironi, erzählt die Geschichte des Jungen Ermanno, der sein Leben zwischen Glücksspiel und kleinen illegalen Aktivitäten lebt. Er bekommt den Auftrag, die gleichaltrige Lena zu beaufsichtigen, die schwanger von Polen nach Italien kommt, um ihr Kind zu verkaufen. DER TAUCHER ist der erste Spielfilm des österreichischen Dokumentarfilmers Günther Schwaiger um eine starke Frau und Mutter, ihre 18-jährige Tochter und ihre Vergangenheit in einer Misshandlungsbeziehung. MEIN ENDE. DEIN ANFANG ist hingegen der Debütfilm der Münchner Regisseurin Mariko Minoguchi um Liebe und Identität.
„Brennpunkte des Lebens“ heißt die Werkschau, die 2020 der Südtiroler Regisseurin, Autorin und Produzentin Carmen Tartarotti (*1950) gewidmet ist. Sie lebt und arbeitet heute in Berlin.
Zur Auswahl stehen rund 50 zumeist deutsch- und italienischsprachige Qualitätsfilme. Die Palette reicht von anspruchsvoll bis publikumswirksam. Akkreditierungen und Details:

www.filmfestival.bz.it 

Warum Wein & Kometenstaub?

Weil die Bozner Lorenzinacht ansteht. Gespräch mit Andreas Berger, Winzer und Präsident des Organisationskomitees.
Weinbegeisterte von nah und fern sollten sich Freitagabend, 9. August 2019 frei halten und früh genug die Koffer für Bozen packen. Das Wein-Highlight des Bozner Sommers lockt in die Altstadt: Von 18 Uhr bis Mitternacht verkosten BesucherInnen die besten Tropfen von rund 20 Bozner Privatkellereien und der Großkellerei Bozen. Allen voran die Rotweine St. Magdalener und Lagrein. Schauplatz sind die Bozner Lauben und der Ratshausplatz. ProduzentInnen kommen mit WeinliebhaberInnen ins Gespräch. Das Freiwillige Schutzkonsortium St. Magdalena überbietet sich jährlich mit ihrer besonderen Selektion, es locken passende gastronomische Spezialitäten, viele Restaurants der Innenstadt bieten eigene Lorenzinacht-Menüs.

Schenkt man der alten Weisheit Glauben, ist der Blick nach dem Sternenhimmel in den Nächten um den 10. August ein Muss. Warum? Die Nacht des heiligen Lauretius ist nämlich dafür bekannt, Sterne vom Himmel fallen zu lassen. Der Sternschnuppenregen tritt tatsächlich fast jedes Jahr auf und hat eine wissenschaftliche Erklärung: Wenn Kometenstaub mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintritt, verglüht er leuchtend. Die Sternschnuppen um diese Zeit stammen vom Kometen Swift-Tuttle, der auf seiner Sonnen-Bahn kleine Teilchen verliert – sein Kometenschweif. Anfang August kreuzt die Erde diesen Meteoritenschweif und sorgt damit für das Sternenspektakel. Das perfekte Himmelszelt für die eine Weinverkostung im Freien, die heuer zum 21. Mal in Bozen erfolgt und als Bozner Lorenzinacht bekannt ist.

Wie hat sich die Lorenzinacht in den letzten 20 Jahren entwickelt?
Sie ist zum Publikumsmagneten geworden. Unser Konzept, neue Jahrgänge vorzustellen und sie mit alten zu vergleichen, ist aufgegangen. Der Fokus auf die heimischen Sorten, auf das breite Spektrum hiesiger Qualitätsweine weckt großes Interesse. Wir haben dem Besucherstrom Rechnung getragen, haben personell aufgestockt und den Gastro-Bereich jährlich ergänzt, Kooperationen mit Restaurants gesucht. Im vergangenen Jahr haben wir in sechs Stunden ganze 5.000 Gläser im Umlauf gehabt.

Was beobachtest du im direkten Kontakt mit den WeinliebhaberInnen?
Der Prokopf-Konsum ist in den letzten Jahren drastisch gesunken, aber dafür ist die Qualität gestiegen, und sie wird honoriert. Eine schöne Entwicklung. Und das nicht nur bei den Wein-Profis, sondern vor allem beim Massenpublikum. Das finden wir vermehrt auch in den ständig ausgebuchten Sommelierkursen in Südtirol. Gut essen und gut trinken ist ein Thema, auch bei den ganz Jungen. Es steht symbolisch für Lebensqualität.

Wie kommst du zur Lorenzinacht?
Ich wurde bei der Gründung vor 21 Jahren als junger Bozner Winzer gebeten mitzumachen und war von der Idee sofort angetan. Beruf und Berufung ist bei mir eins. Wenn’s um die Weinkultur geht, bin ich dabei.

Andreas Berger bewirtschaftet das Weingut Thurnhof im Stadtteil Haslach und ist somit einer der ganz wenigen echten Stadt-Winzer. Als Weinbauer führt er eine 160 Jahre alte Familientradition fort, engagiert sich für Qualitätsweine im Rahmen der Freien Weinbauern Südtirols, der Tirolensis Ars Vini und als Vorsitzender des Vereins „Lorenzinacht“.


Viel Glück auf dem Nachhauseweg, denn bei Schönwetter sieht man den Sternschnuppenregen mit bloßem Auge, auch ohne tief ins Glas geblickt zu haben.


Details zum Programm 2019 finden Sie bald auf unserer Webseite.

BZCT


20191020


いつもとは違う視点、スポーツをしながら街を発見するユニークな機会があります。ボルツァーノ・ボーツェンシティトレイルは、魅力的な景色を見ながらサント・オズヴァルト、グンチナ、ヴィルゴロの3つの遊歩道を走ります。


 
ボルツァーノ ボーツェン シティ トレイル
距離:約28km

ボルツァーノ ボーツェン シティ ラン
距離:約16km
出発地点:ヴァルター広場

ボルツァーノ ボーツェン シティ インジョイ
距離:約6km

 

参加申込み

こちらのサイトwww.enternow.it/it/browse/bzcitytrail-2019より直接参加申し込み頂けます、もしくは、こちらをクリックして頂き、申込書に記入して下記のアドレスへ送ってください。

Tel. +39 349 7946166
BZcitytrail@tds-live.com

 

規則

トレイル-ラン-インジョイの規則はこちらをクリックしてください。(イタリア語とドイツ語)

ボルツァーノボーツェンシティトレイルは、アルト・アディジェ/南チロルのエコ団体より「グリーンイヴェント」として公認されています。環境を保護する為に、公共の交通機関を利用してボルツァーノへいらしてください。ご協力をお願い致します。アクセスについては、こちらをクリックしてください。

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Auf Sinnesreisen

Sardinien-Südtirol: Liebe geht durch den Magen. Beruflich wie privat. Porträt des Bozner Sternekochs Claudio Melis.
Vom Dörfchen Gadoni in der sardischen Provinz Nuoro nach Bozen. Dazwischen liegen allerdings mindestens ein Dutzend Koch- und Lebens-Etappen, die dem Sarden, Jahrgang 1972, beruflich gesprochen den Feinschliff verpasst haben. Erst vor drei Jahren hat es Claudio Melis nach Bozen verschlagen, wo er gemeinsam mit seiner Frau Monica Wieser im stadtbekannten Restaurant „Zur Kaiserkron“ seines Schwagers Robert Wieser eingestiegen ist. Melis‘ Kochkunst hat im Herbst 2018 dem gastronomischen Tempel „In viaggio“ einen Michelin-Stern beschert, den ersten in der Landeshauptstadt nach 51 Jahren. Grund, um Melis einen Besuch abzustatten.

Er hat seine Küchenbrigade noch im Blick, gibt Tipps, scherzt, telefoniert. Dann nimmt er sich nach dem Mittagsgeschäft Zeit für ein Gespräch in seinem kleinen Retro-Paradies „In viaggio“: sein Reich, selbst eingerichtet und in Szene gesetzt, fünf Zweiertische - Refugium und Schauplatz für seine raffinierte Küche, die zum Abendessen eine Sinnesreise bereithält. Wer eintritt wird – nomen est omen - auf eine Reise mitgenommen. Die Atmosphäre ist elegant, aber nicht förmlich, eine intime Ecke für GenießerInnen. Melis bringt die ersten Snacks selbst an den Tisch, erklärt, erzählt von seiner Koch- und Lebensphilosophie. Er regt den Gaumen mit entschiedenen Geschmäckern und Weinen an, der Gaumen regt das Hirn, das Hirn wiederum das Herz an. Sein Rezept für die Sinnesreise.

Die bei ihm gastronomisch nicht in die Wiege gelegt wurde, denn zum Kochen kam er „aus reinem Zufall. Mit 14 hatte ich keine Lust die einzige Oberschule der Gegend zu besuchen, sie war mir zu technisch. Über den Dorfpfarrer habe ich erfahren, dass die fünfjährige Hotelfachschule in Sassari Schüler suchte. Ich habe die sprichwörtliche Münze geworfen und mich für den Kochkurs entschieden. Mein Geschick hat die Lehrer überzeugt, die mich im Sommer zum Kochen in die Strandhotels der Insel mitgenommen haben. Feuer gefangen habe ich erst über einen französischen Patisseur an der Costa Smeralda, der mir die Augen für die Haute Cuisine geöffnet hat und mich auch mit harten Methoden auf den 18-Stunden Job vorbereitet hat. Dann folgten andere Lehrmeister, in Lyon, in Mailand, eine wichtige Etappe in Parma, dann in Madonna di Campiglio, wo meine Liebe für die Dolomiten entzündet wurde. Von dort nach St. Kassian zu „La Siriola“, wo ich über die Eigentümerfamilie Wieser meine Frau Monica kennengelernt habe. Wir sind als Paar 2010 nach Saudi-Arabien gezogen, wo wir ganze Hotelketten im Gastronomiebereich geführt haben, schließlich nach Dubai.“ Die Hierarchieleitern hat der Bozner Sarde, wie er sich selbst bezeichnet, im Nu erklommen und dabei seine Freude am Gestalten entdeckt. Was ihn mit der Familie nach Bozen zurückgeführt hat.

Claudio Melis sprudelt vor inspirierenden Ideen: In Bozen hat er nach nur einem Jahr Chef-Erfahrung im „Zur Kaiserkron“ seinen gastronomischen Geistesblitz „In viaggio“ verwirklicht und für sich und die Stadt damit den Michelin-Stern geholt. Nun hat er mit seinem Familienunternehmen Esemdemì weitere Querdenker-Ideen gesponnen. In Kürze öffnet ein Foodsharing-Restaurant unter dem Namen „Tree Brasserie“ im Stadtzentrum. Das Konzept ist einfach, aber genial: Das Essen wird in der Tischmitte serviert; es geht um die Kultur des Teilens und des Austauschs beim Essen. Im Herbst wird „Toma“, die erste Tapas-Bar Bozens, eröffnet.

Siehe www.zurkaiserkron.com im Palais Pock, www.inviaggioristorante.com und den jüngsten Melis‘ Spross, das Foodsharing-Restaurant www.treebrasserie.it im Parkgrün des Hotels Mondschein in der Piavestraße. Siehe auch gastronomische Dachmarke www.esemdemi.it