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Domenikanerkirche mit Fresken von San GiovanniAltar eibner Kirche in BozenDetail eines Freskos der Franziskanerkirche in BozenKreuzgang der Franziskanerkirche von Bozen

Der Dom von Bozen und weitere sehenswerte Kirchen im Stadtzentrum

Der Dom Maria Himmelfahrt

Öffnungszeiten:
Montag - Samstag, von 10 bis 17 Uhr

Das mächtige gotische Bauwerk (Kathedrale der Diözese Bozen-Brixen) ist der Himmelfahrt Marias gewidmet. Sein Kirchturm weist einen 65 m hohen durchbrochenen Turmhelm aus Sandstein auf. Das Projekt stammt von Burghard Engelberg aus Augsburg, verwirklicht wurde es vom schwäbischen Architekten und Bildhauer Hans Lutz von Schussenried (1501-1519).

Auf der Nordseite ist sehenswert ein großes Kreuzigungsbild an der Turmwand, auf der Maria, Johannes und die heilige Barbara unter dem Kreuz stehen. Links davon ist ein kleineres Wandbild von einem veronesischen Wanderkünstler angefügt, das einen Pilger zeigt, weiters das

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Leitacher Törl, wo nach einem alten Gesetz der Verkauf von Wein gestattet war.

An der Westseite: das romanische Portal mit einem Säulenportal, das nach den Bombardierungen des letzten Weltkrieges wiederhergesteltlte Radfenster und das links neben der schönen Bronzetür von Defner (Innsbruck) befindliche Fresko (1475), ein Marienbild, von Friedrich Pacher.

Im Inneren: Hallenkirche mit drei Schiffen, eine spätgotische Kanzel aus grauem Sandstein von Hans Lutz von Schussenried, der barocke Altar aus Marmor (1710-1720) von den Veronesern Ranghieri und Allio, das Kreuz (1420), die barocke Gnadenkapelle mit Fresken von Karl Henrici (1771), der marmorne Hochaltar. In der Krypta ist der Erzherzog Rainer von Österreich , der 1853 in Bozen gestorben ist, begraben.

Auf dem Platz vor dem Dom steht das Peter-Mayr-Denkmal, das nach einem Projekt von Georg von Hauberrisser aus München realisiert worden ist. Mayr, Schützenkommandant und Unterstützer der Rebellion gegen die französische Herrschaft, wurde am 20. Februar 1810 von den Franzosen erschossen.

Duomo
Duomo
Duomo
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Dominikanerkirche

Öffnungszeiten:
Montag - Samstag, von 9 bis17 Uhr; Sonntag von 12 bis 18 Uhr

Die Dominikanerkirche stellt einen der ersten gotischen Gebäudeensembles unseres Landes dar. Sie wurde gemeinsam mit dem angrenzenden Kreuzgang um das Jahr 1270 errichtet. Im Lauf des Zweiten Weltkriegs wurden die weitläufige Klosteranlage und die Kirche stark beschädigt, erst 1960 konnten diese wiedereröffnet werden.

Die Kirche beherbergt einige der wichtigsten Kunstwerke Bozens, Fresken der padovanischen Kunstschule des Giotto aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Besonders erwähnenswert sind jene in der Johanneskapelle, die von verschiedenen Künstlern stammen und zwischen 1330 und 1370 entstanden – das Herzstück der Südtiroler Wandmalerei aus der Giotto-Tradition. Sowohl die Kapelle als auch der Freskenzyklus wurden von der Familie de' Rossi (später von Botsch genannt) gestiftet. Hervorzuheben ist die Szene "der Triumph des Todes" an der Ostwand.

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Im malerischen Kreuzgang bestechen die Wandmalereien von Friedrich Pacher (1496). Im späten 15. Jahrhundert erfolgte die Einwölbung des Kreuzgangs. Auch die Spitzbogenöffnungen zum Innenhof wurden damals errichtet. Drei Seiten des Kreuzgangs wurden neu ausgemalt, die Nordseite blieb frei. Es handelt sich dabei in 15 Arkaden um Szenen aus dem Marienleben und aus der Passion Christi.

Chiesa dei Domenicani
Chiesa dei Domenicani
Chiesa dei Domenicani
Chiesa dei Domenicani
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Franziskanerkirche

Öffnungszeiten:
Montag -Samstag 10-12 und 14.30-18 Uhr

Kirche, Kreuzgang und Kloster stammen aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Vor dem Hintergrund des lichtdurchfluteten Presbyteriums mit modernen Glasfenstern von Widmoser steht der hölzerne Altarschrein mit Intarsien von Hans Klocker (1500).

Der Altar gehört zu den namhaftesten gotischen Kunstwerken der Bozner Kirchenlandschaft. Links vom Kircheneingang tritt man in den Kreuzgang. Dieser wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts als Bogenfolge mit dreilappigen Aufsätzen angelegt und mit wertvollen Wandmalereien aus der Giotto-Schule verziert (1330-40).

Tipp: die Kapelle des Hl. Erhards, laut Volksglauben vom jungen Franziskus in Begleitung seines Vaters besucht.

Chiostro dei Francescani
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Kapuzinerkirche und -kreuzgang

Öffnungszeiten:
Montag - Sonntag, von 8 bis 18.30 Uhr

Die Kapuzinerkirche ist dem heiligen Antonius von Padua gewidmet und wurde im Jahr 1600 an jener Stelle errichtet, wo zuvor Schloss Wendelstein der Grafen von Tirol stand.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen der barocke Hauptaltar und der Flügel mit Gemälden des heiligen Franziskus, des heiligen Antonius und des heiligen Andreas, allesamt von Felice Brusasorci (1600).

St. Georg in Weggenstein

Weggensteinstraße - T. +39 0471 973584

Die Kirche wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts von schwäbischen Handwerkern für den Deutschorden errichtet; es handelt sich um einen Bau der reifen Gotik. Vom Nordende der Bindergasse sind es nur wenige Meter bis zur Deutschordenskommende St. Georg in Weggenstein.

Im Inneren sieht man den Altar, die Balustrade und die Kanzel aus rotem Marmor mit weißer Äderung (Rezzato Marmor) vom Brescianer Architekten Andrea Filippini (Ende 1700). Das St. Georgs Hochaltarbild stammt von Martin Knoller (1799).

Bemerkenswert sind die Schilder und Fähnchen der Mitglieder des Deutschordens (16. - 19. Jh.) auf der linken Wand.

Die Kirche des hl. Georg ist gemeinsam mit der Kommende in Lana eines der wenigen Besitztümer, das heute noch von den Liegenschaften des Deutsch Ordens übrig geblieben ist.

St. Johann im Dorfe

T. +39 0471 978676

Die Baugeschichte des Kirchleins St. Johann im Dorfe beginnt um das Jahr 1300. Versteckt zwischen Wohnhäuser, ist der Sakralbau mit Fresken lokaler Maler des 14. Jahrhunderts ausgestattet.

Beachtenswert vor allem die Wandmalerei Christus als Richter in der Mandorla an der Tonnenwölbung und der Zyklus über das Leben des Heiligen Johannes an den Seitenwänden, entstanden zwischen 1330 und 1360.

Die Kirche ist von April bis Oktober samstags von 10 bis 12.30 zugänglich.