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Weihnachtsgeschenke: Das Spiel „Engele, Bengele …“

Die Weihnachtszeit ist voller Veranstaltungen- und Südtirol hält an lieb gewonnenen Traditionen fest. Seit jeher werden sie in den Wochen vor Weihnachten gepflegt. Der Advent ist die Zeit der Erwartung und besonders für die Kleinen eine Zeit der Lichter und Spiele die alle Generationen einbeziehen. Eines davon wird vom Kindergarten bis hin zum Treff älterer Menschen gepflegt: das Spiel „Engele, Bengele …“

Dabei handelt es sich um ein Geschenke-Tauschen unter Menschen, die sich regelmäßig treffen: Freunde, Kollegen oder Familien. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, sich gegenseitig Weihnachtsgrüße und -geschenke zu überbringen.

Etwa zwei Wochen vor Weihnachten schreibt man seinen Namen auf einen kleinen Zettel, der mehrfach gefaltet wird, um den Inhalt geheim zu halten; dann wird gemischt. Jeder Teilnehmer zieht anschließend einen Zettel, auf dem der Name der Person steht, die er beschenken soll – ohne dies anderen mitzuteilen.

Das „Engele“ ist der Engel, der beschenkt, das „Bengele“ derjenige, der es erhält. Doch beide bleiben anonym. So bekommt jeder ein Geschenk, was allen eine Freude bereitet, ohne dass viel Geld ausgeben werden muss.

Um einen Höchstbetrag festzulegen, der für ein Geschenk ausgegeben werden sollte, kann man die gleiche Methode anwenden: Jeder schreibt einen Betrag auf einen Zettel, und der gezogene Betrag bestimmt das Budget für das Geschenk. So entstehen keine Unterschiede zwischen denen, die mehr oder weniger ausgeben könnten, es geht schließlich um den Gedanken, die Überraschung.

Der Geschenke-Tausch findet meist am letzten Schultag, Arbeitstag oder während eines vorweihnachtlichen Umtrunks statt. Dieses Spiel ist beliebt, denn die Menschen, mit denen man regelmäßig zu tun hat und zu denen eine freundschaftliche Verbindung besteht, finden noch näher zusammen.

BildBozner Christkindlmarkt, Courtesy Daniele Fiorentino