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Lobgesang des Frühlings

Der Kulturfrühling hat in Bozen einiges zu bieten. Eine kleine Auswahl um Oper und Autorenkino.

In Zeiten von Klimawandel und klimatischen Extrembelastungen ist die Suche nach dem Ursprung und der Wahrung der Schöpfung von besonderer Bedeutung. Eine Widmung an die Kraft der Natur und jener der indigenen Völker, vor allem der Aborigenes – das ist die Neuinterpretation der Oper “Carmina Burana“ von Karl Orff vonseiten des Australian Dance Theaters und des US-Unternehmens Operama – Opera for the People. Sie kommt am Samstag, 6. Juni auf ihrer Europa-Tour in der Bozner Eiswelle auf die Bühne. Beginn um 19 Uhr.
Erstmals interagieren virtuelle und reale Szenen miteinander und überraschen das Publikum mit Spezialeffekten, 3D-Welten und audio-visuellen Technologie-Errungenschaften. Maestro Giuseppe Raffa dirigiert das Tschechische Sinfonieorchester samt Chor. Als Solisten zu sehen und zu hören sind Olga Muhkanina (Sopran), Xiang Xu (Kontratenor) und Vladimir Merkulov (Bariton). Tickets von 3 bis 80 Euro.

Großes Autorenkino ist in Bozen nach Ostern zu erwarten, vom 21. bis 26. April findet das 34. Bolzano Film Festival Bozen statt, mit zeitgenössischen Filmen und ihren Akteur*innen.
Was 1987 im winzigen Rahmen im Bozner Filmclub begann, hat sich mittlerweile, nach 33 Ausgaben, zu einer europäischen Plattform für Filmschaffende und Filmbegeisterte entwickelt. Herzstück sind die Wettbewerbsfilme, unterteilt in Spielfilm und Dokumentarfilm. Sie geben Einblick in das aktuelle Filmschaffen der umliegenden Länder Österreich, Deutschland, Schweiz und Italien, zeigen neue Tendenzen auf, legen Brüche in unserer Gesellschaft frei und folgen dem unkonventionellen Blick der Jungen im Filmgeschäft.
Die ersten Wettbewerbsfilme stehen fest: MATERNAL ist der erste Spielfilm der Bozner Dokumentarfilmerin Maura Delpero um frühe ungewollte Mutterschaften. ES GILT DAS GESPROCHENE WORT nennt sich der zweite Spielfilm des deutschen Regisseurs Ilker Çatak um Kulturenmix und Beziehungen. SOLE, ein Film von Carlo Sironi, erzählt die Geschichte des Jungen Ermanno, der sein Leben zwischen Glücksspiel und kleinen illegalen Aktivitäten lebt. Er bekommt den Auftrag, die gleichaltrige Lena zu beaufsichtigen, die schwanger von Polen nach Italien kommt, um ihr Kind zu verkaufen. DER TAUCHER ist der erste Spielfilm des österreichischen Dokumentarfilmers Günther Schwaiger um eine starke Frau und Mutter, ihre 18-jährige Tochter und ihre Vergangenheit in einer Misshandlungsbeziehung. MEIN ENDE. DEIN ANFANG ist hingegen der Debütfilm der Münchner Regisseurin Mariko Minoguchi um Liebe und Identität.
„Brennpunkte des Lebens“ heißt die Werkschau, die 2020 der Südtiroler Regisseurin, Autorin und Produzentin Carmen Tartarotti (*1950) gewidmet ist. Sie lebt und arbeitet heute in Berlin.
Zur Auswahl stehen rund 50 zumeist deutsch- und italienischsprachige Qualitätsfilme. Die Palette reicht von anspruchsvoll bis publikumswirksam. Akkreditierungen und Details:

www.filmfestival.bz.it