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100 Jahre Flughafen Bozen

Der Flughafen Bozen wird 100 Jahre alt. Benannt ist er nach dem Luftfahrtpionier Francesco Baracca. Im Lauf der Jahrzehnte wurde er zu einer Einrichtung von erheblicher Bedeutung für die Region.

Der Flughafen, offiziell BZ Airport Südtirol Alto Adige, liegt im Süden der Stadt in unmittelbarer Nähe zur Brennerautobahn A22, zur Staatsstraße sowie zur Bahnlinie Verona-Innsbruck. Dank dieser außergewöhnlichen Anbindung sind touristische Destinationen in kurzer Zeit erreichbar.

Der Flughafen erfüllt auch eine unverzichtbare soziale und sicherheitsrelevante Funktion, er beherbergt die wichtigste Einsatzbasis für die Luftrettung, die Flieger des 4. Heeresfliegerregiments „Altair“ sowie die Maschinen der Finanzwache und der Feuerwehr.

Die Vorfeld- und Startbahninfrastruktur dient darüber hinaus als zentrales Koordinierungszentrum für alpine Rettungseinsätze, Waldbrandbekämpfung sowie meteorologische und hydrologische Überwachungsmaßnahmen im gesamten zentralen und östlichen Alpenraum.

Der Flughafen wurde offiziell im Jahr 1926 eröffnet und diente zunächst ausschließlich militärischen und Ausbildungszwecken. Während des Zweiten Weltkriegs gewann er für die Achsenmächte und für Operationen im Alpenraum erhebliche logistische Bedeutung und wurde deshalb wiederholt Ziel schwerer Luftangriffe.

Die begrenzte Länge der ursprünglichen Start- und Landebahn sowie die besondere Topografie des Etschtals stellten über Jahrzehnte hinweg eine erhebliche technische Einschränkung für die Entwicklung des kommerziellen Flugverkehrs dar. Dennoch hat sich der Flughafen im Laufe der Zeit grundlegend gewandelt: Vom Militär- und Generalflughafen entwickelte er sich zu einem modernen alpinen City-Airport und zu einer tragenden Säule der touristischen Erreichbarkeit der Dolomiten.

Die schrittweise Umstellung auf zivile und kommerzielle Nutzung begann bereits in der Nachkriegszeit. Erst in den 1990er-Jahren, als die Betriebsgesellschaft ABD Airport unter öffentliche Kontrolle gestellt wurde, konnten die ersten regelmäßigen Linienverbindungen nach Rom aufgenommen werden.

Nach einem Referendum im Jahr 2016 und dem anschließenden finanziellen Rückzug des Landes Südtirol wurde die Betreibergesellschaft ABD Airport im Jahr 2019 vollständig privatisiert und von einer Investorengruppe Südtiroler Unternehmer unter Führung von Josef Gostner übernommen.

Unter dieser neuen privaten Eigentümerstruktur entstand SkyAlps, die erste Fluggesellschaft mit ausschließlich Südtiroler Kapitalbeteiligung. Dank einer standardisierten und effizienten Flotte von Turboprop-Flugzeugen des Typs De Havilland Dash 8-Q400, die sich besonders für kurze Landebahnen und Anflugverfahren in Gebirgsregionen eignen, wurde der Linienflugverkehr dauerhaft wiederaufgenommen.

Seither hat der Flughafen ein umfangreiches Netz von Ganzjahres- und Saisonverbindungen aufgebaut, das Südtirol direkt mit den wichtigsten Flughäfen Nord- und Süditaliens sowie mit zahlreichen europäischen Hauptstädten und touristischen Destinationen in Nord-, Mittel- und Südeuropa verbindet.

Heute gilt der Flughafen Bozen als gelungenes Beispiel eines intermodalen City-Airports, der für die Provinz einen hohen Mehrwert schafft und gezielt auf anspruchsvollen Freizeit-, Geschäfts- und Sporttourismus ausgerichtet ist.

Die strategische Zukunft des Flughafens ist vollständig auf technologische Innovation sowie eine europäische Vorreiterrolle im Bereich Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung des Luftverkehrs ausgerichtet. Oberstes Ziel ist die schrittweise Entwicklung des Standorts zum ersten italienischen Versuchszentrum für Luftfahrttechnologien mit grünem Wasserstoff und elektrischem Antrieb. Dabei profitiert der Flughafen von der unmittelbaren Nähe zum Wasserstoffzentrum Bozen.

Bereits umgesetzt beziehungsweise eingeleitet wurden umfangreiche Effizienzmaßnahmen. Dazu zählen die Installation großflächiger Photovoltaikanlagen zur Eigenversorgung des Terminals mit erneuerbarer Energie, die Einführung strenger Systeme zur Überwachung und Reduzierung von Lärmemissionen zum Schutz der angrenzenden Wohngebiete sowie die vollständige Elektrifizierung sämtlicher Vorfeldfahrzeuge.

Flugverbindungen im Winterflugplan

Die Verbindungen der Wintersaison sind auf skyalps.com sowie über die SkyAlps-App abrufbar und buchbar:

Antwerpen (bis zu 4 Flüge pro Woche)

Berlin (bis zu 5 Flüge pro Woche)

Billund (1 Flug pro Woche)

Düsseldorf (bis zu 6 Flüge pro Woche)

Dresden (2 Flüge pro Woche)

Göteborg (1 Flug pro Woche)

Hamburg (bis zu 5 Flüge pro Woche)

Hannover (2 Flüge pro Woche)

Kopenhagen (bis zu 3 Flüge pro Woche)

London Gatwick (bis zu 4 Flüge pro Woche)

Paris Charles de Gaulle (2 Flüge pro Woche)

Prag (2 Flüge pro Woche)

Warschau (1 Flug pro Woche)

Bild: Flughafen Bozen, Courtesy Flughafen Bozen