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Persönlichkeit des Monats:Birgit Alber

Seit einigen Wochen bereichert ein neues Angebot die ohnehin vielfältige Gastronomiezene im Herzen der Stadt. Die Bar „La Piazza“ wurde von der Familie Alber übernommen; sie liegt gleich neben der Statue des Minnesängers Walther von der Vogelweide, der dem Waltherplatz seinen Namen gab. Die Gastwirte stammen ursprünglich vom Ritten, sind jedoch längst Wahlbozner. Bekannt sind sie vor allem deshalb, weil sie das „Vögele“ in den letzten Jahrzehnten zu einem beliebten Gasthaus gemacht haben – geschätzt sowohl von Einheimischen als auch von den zahlreichen Gästen, die das ganze Jahr über nach Bozen kommen. 

Frau Alber, Sie und Ihr Mann haben mit dem „Vögele“ – einem der ältesten Gasthäuser der Stadt – einen Ort geschaffen, an dem gute Küche und Tradition harmonisch zusammenfinden. 

Nach dreiunddreißig Jahren Arbeit in unserem Gasthaus und für unser Haus kann ich mit Überzeugung sagen, dass es zu einer festen Größe in Bozen geworden ist – sowohl für die Boznerinnen und Bozner als auch für viele Stammgäste, die bei ihrem Bozen-Besuch bei uns einkehren. Von manchen Familien kennen wir inzwischen drei Generationen. Die ersten Paare, die wir damals bei uns begrüßen durften, kamen später mit ihren Kindern – und heute besuchen uns bereits deren Enkelkinder. 

Ihr Betrieb ist ein echtes Familienunternehmen. Wofür sind Sie persönlich verantwortlich? 

Ich kümmere mich um unsere Gäste, die Atmosphäre im Haus, die Dekoration sowie um die Verwaltung. Mein Mann Willy hingegen ist für die Organisation verantwortlich und vermittelt mit seiner Küche die traditionelle Südtiroler Kochkunst. Wir haben immer sehr viel Leidenschaft in unsere Arbeit gesteckt. Für mich ist es der schönste Beruf der Welt. Der Kontakt zu Menschen erfüllt mich und gibt mir jeden Tag neue Motivation. Unsere drei Kinder Damian, Andreas und Leonie sind in diesem Geist aufgewachsen und arbeiten heute ebenfalls alle im Gastgewerbe. Vielleicht hätten wir uns ursprünglich auch etwas anderes für sie vorstellen können, denn es ist ein sehr anspruchsvoller Beruf. 

Nun haben Sie mit einem ganz anderen gastronomischen Konzept ein neues Lokal eröffnet. 

Wie bereits gesagt: Wir sind ein Team. Andreas leitet seit einiger Zeit das Boutique-Hotel Gloriette in Oberbozen. Leonie hat kürzlich in München ihr eigenes Restaurant eröffnet, das symbolträchtig den Namen „Bolzanino“ trägt. Und Damian hat jetzt die Bar „La Piazza“ am Waltherplatz übernommen und daraus ein einladendes Lokal gemacht, dessen Spezialitäten Pizza und Pasta sind. 

Die Entscheidung für dieses Konzept ergab sich einerseits aus den begrenzten Innenräumen, die durch den Umbau jedoch überraschend großzügig gestaltet werden konnten, und andererseits aus den Wünschen der vielen Gäste, die den Waltherplatz besuchen. Vor allem Besucher aus dem Norden fragen häufig nach einer guten Pizza in besonderem Ambiente. Gleichzeitig richtet sich das neue Lokal auch an Boznerinnen und Bozner jeden Alters, die nicht unbedingt ein komplettes Restaurant-Menü genießen möchten, sondern lieber eine Pizza oder ein Pastagericht in entspannter Umgebung essen. 

Vor allem Ihr Sohn Damian hat die neue Herausforderung angenommen. Doch steht auch die Familie dahinter? 

Im Leben wie auch im Beruf sind wir ein Team. Deshalb unterstützen wir uns gegenseitig, so wie es in einer Familie selbstverständlich sein sollte. Wenn jemand ausfällt oder Hilfe braucht, springen die anderen ein und übernehmen vorübergehend dessen Aufgaben. Für alles, was man im Leben beginnt, braucht es Harmonie und Leidenschaft. Genau das versuchen wir jeden Tag zu leben – zum Wohl unserer Gäste und aus Freude an unserer Arbeit. 

BidBirgit Alber, Courtesy Birgit Alber